Online Marketing Basics: Inbound vs. Outbound Marketing

Online Marketing Basics: Inbound vs. Outbound Marketing

11 Minuten Lesedauer

Hinter dem Begriff Online Marketing verstecken sich eine Vielzahl von Maßnahmen und Strategien, welche den Erfolg Ihres Unternehmens optimieren sollen. All diese Maßnahmen lassen sich in zwei große Oberkategorien einordnen. Die Rede ist hier von Inbound und Outbound Marketing, oder auch Push- (Synonym zu Outbound) und Pull Marketing (gleichbedeutend mit Inbound Marketing). Was diese Begriffe genau bedeuten und wie sie sich unterscheiden möchten wir Ihnen als Ihre Online Marketing Experten aus Düsseldorf gerne erklären.

Was ist Outbound Marketing?

Als Outbound Marketing können Sie als die „klassischen“ Werbemaßnahmen verstehen. Darunter fallen beispielsweise Banner Anzeigen oder E-Mail-Marketing. Es geht also um alle Maßnahmen bei denen ich meiner Zielgruppe die Werbebotschaft aktiv „unter die Nase reibe“. Das Outbound Marketing hat also häufig eine eher aufdringliche Art und Weise die potenziellen Kunden anzusprechen. Der Konsument muss nicht aktiv werden, um solche Maßnahmen wahrzunehmen. Beispiele hierfür sind die meisten Werbebotschaften auf Facebook oder Instagram: Ohne das Sie etwas dazu beitragen werden Ihnen Anzeigen in Ihrem Newsfeed platziert, die Sie wahrnehmen.
Outbound Marketing ist damit die häufiger verwendete Variante der Werbung, was nicht bedeutet das sie frei von Nachteilen wäre. Als größte Schwäche darf sicherlich der hohe „Streuverlust“ bezeichnet werden, denn immerhin spielet man derartige Maßnahmen aktiv an eine große Gruppe von Menschen aus. Dies führt dazu, dass die Online Marketing Maßnahmen auch den Menschen gezeigt werden, die gar kein Interesse an den beworbenen Dienstleistungen oder Services haben. Diese nicht passende und ungewünschte Werbung kann dazu führen, dass eine negative Marken-Assoziation entsteht. In jedem Fall verpulvern Sie aber Werbe Etat für die Ausspielung an nicht relevante Teile Ihrer Zielgruppe.
Hinzu kommt noch, dass die Outbound Maßnahmen nur neue Kunden generieren, solange Sie dafür zahlen. Wenn Sie beispielsweise eine Facebook Werbekampagne im Rahmen Ihres Outbound Marketing nutzen, dann zahlen Sie dafür, dass Ihre Anzeige ausgespielt wird. Sobald Sie allerdings aufhören für die Anzeige zu zahlen stoppt die Kampagne und es werden keine neuen Kunden erreicht.

Was ist Inbound Marketing?

Der Unterschied zwischen dem Outbound und dem Inbound Marketing liegt hauptsächlich in der Art und Weise wie die Kunden auf Ihre Inhalte stoßen. Während beim Outbound Marketing aktiv geworben wird, dreht sich das Inbound Marketing mehr um die Aktionen der potentiellen Kunden. Beim Inbound Marketing werden Ihre Inhalte von den potenziellen Kunden proaktiv gesucht und idealerweise auch gefunden. Dabei verhalten Sie sich eher passiv und versuchen lediglich durch gute Strategien und eine hohe Qualität der Inhalte dem Kunden seine Wünsche nach Inhalten zu erfüllen. Sie sollten Ihrer Zielgruppe also einen entsprechenden Mehrwert bieten. Sofern Ihnen das gelingt findet der Kunde allein aus eigenem Interesse zu Ihnen.

Vorteile des Inbound Marketing

Wenn der Kunde „von allein“ zu Ihnen findet, können Sie davon ausgehen das Ihre Inhalte, Produkte oder Services für sie oder ihn sehr interessant sind. Der Kunde hat das Gefühl eines respektvollen Umgangs und baut somit schneller ein Vertrauensverhältnis auf. Dies bietet eine deutlich bessere Grundlage für die kommende Kundenbeziehung als es beim Outbound Marketing der Fall wäre.
Darüber hinaus funktioniert Inbound-, oder auch Pull Marketing, deutlich langfristiger: Sobald Sie Ihre Outbound Maßnahmen einstellen, sind diese für Ihre Kunden nicht mehr ersichtlich, denn eine Werbeanzeige die nicht ausgespielt wird kann nicht wahrgenommen werden. Inbound Maßnahmen dagegen tragen auch dann noch Früchte, wenn Sie die eigentlichen Anstrengungen darum zurückgefahren oder eingestellt haben. So lassen sich die anfänglich oft hoch erscheinenden Kosten auf erhebliche Laufzeiten strecken, denn einen Inhalt denen Ihnen eine Online Marketing Agentur einmal kreiert, wirkt sich langfristig auf Ihre Marketing Strategie aus.
Inbound Marketing gewährleistet Werbetreibenden eine deutlich bessere Zielgruppenausrichtung. Die potenziellen Kunden entscheiden schließlich selbst, ob Sie Ihren Content anklicken oder nicht. Streuverluste wie eingangs beim Outbound Marketing müssen hier nicht gefürchtet werden. Achtung! Natürlich bedarf es auch beim Inbound Marketing einer genauen Zielgruppenkenntnis, um relevante Inhalte zu produzieren.
Beide Methoden haben einen Zeitpunkt, an dem Sie wichtig sind und sinnvoll eingesetzt werden können. Im Folgenden möchten wir uns dennoch einmal genauer mit dem Inbound Marketing beschäftigen. Besonders im Online Marketing ist das Inbound Marketing nämlich aufgrund der genannten Vorteile meist langfristig effektiver, als konventionelle Outbound Maßnahmen.

Inbound Marketing Bestandteile

Für ein erfolgreiches Inbound Marketing sind vor allem die drei folgenden Online Marketing Bestandteile essenziell.

1. Content

Der absolute Grundbaustein einer guten Inbound Kampagne ist der Inhalt, neudeutsch auch „Content“ genannt. Durch den Einsatz von relevanten Keywords, nach denen Ihre Kunden das Web durchsuchen, geraten Sie in den Fokus Ihrer Zielgruppe und steigern die Wahrnehmung Ihrer Marke oder Produkte. Wie Sie zu guten Ideen für Ihren Content kommen haben wir bereits in einem anderen Blogeintrag ausgeführt: Das Ideenfindungs Einmaleins

2. Search Engine Optimization (SEO)

Der beste Content hilft nichts, wenn der Kunde nicht darüber stolpert, möglicherweise weil er über Google gar nicht gefunden wird. Daher ist eine gute SEO Strategie notwendig, um Ihre Inhalte möglichst weit oben zu platzieren und so besser auffindbar für Kunden und Interessenten zu sein. Bereits mit einfachen SEO Maßnahmen stellen sich wichtige Erfolge für Sie ein, mehr dazu in unserem Beitrag „SEO Grundlagen für lokale Unternehmen“.

3. Social Media

Social Media ist ein guter Weg um die Reichweite Ihrer Marke und Inhalte Content zu vergrößern, ohne die kostspielige Anzeigen schalten zu müssen. Auch wenn Unternehmen wie Facebook eine organische Ausspielung von Inhalten sukzessive reduzieren, hilft in die kostenlose Verbreitung in Ihren Profilen weiter. Sie bekommen die Möglichkeit zusätzliche Benutzer auf Ihre Website zu kanalisieren und erhaschen so möglicherweise zusätzliches Interesse. Welche Fehler Sie beim Online Marketing mit Social Media vermeiden sollten erfahren Sie in unserem Beitrag „Die 5 größten Fehler im Social Media Marketing“.

Die perfekte Inbound Marketing Strategie

Nachdem nun die wichtigsten Grundlagen bekannt sind möchten wir als Online Marketing Agentur in Düsseldorf noch einmal die „perfekte“ Inbound Marketing Strategie vorstellen. Es ist natürlich wichtig zu wissen, dass jedes Unternehmen oder Projekt unterschiedlich sind. Daraus resultiert auch eine individuelle Anpassung der Strategie. Im Folgenden möchten wir Ihnen jedoch eine Grundstruktur vorstellen, wie Sie im Online Marketing üblich ist.

1. Besucher „Angeln“

In Phase I versuchen wir, die Aufmerksamkeit von möglichst vielen potentiellen Kunden zu gewinnen. Dazu wollen wir mit überzeugenden Inhalten, die über die Suchmaschinen gefunden werden, punkten und so die Zahl der Seitenbesucher steigern. Damit wir das schaffen heißt es die Bedürfnisse der Menschen zu erkennen und diese mit unseren Inhalten zu befriedigen. Das können Hilfestellungen wie dieser Blogbeitrag sein, denn jeder User der sich für die Grundlagen von Online Marketing interessiert, könnte ein potentieller Kunde unserer Düsseldorfer Agentur für Online Marketing sein.
Wir wissen das die Suche nach derartigen Lösung in aller Regel bei Google beginnt, wie praktisch wäre es da wenn die von uns bereitgestellten und vor Fachwissen tropfenden Inhalte als Ergebnis der Google Suche ausgespuckt würden? Mit großer Wahrscheinlichkeit klicken Sie auf die oberen Ergebnisse Ihrer Suchen – im Falle unseres Beispiels wären Sie damit auf unserer Website gelandet.
Um nachhaltig erfolgreich zu sein müssen Sie also Inhalte schaffen, die zu den Bedürfnissen und Nachfragen Ihrer potentiellen Kunden passen. Achten Sie auf den Einsatz der richtigen Keywords und optimieren Sie Ihren Content nach den gängigen SEO Kriterien. So haben Sie die Möglichkeit die Zahl Ihrer Webseiten Besuchern langfristig und nachhaltig zu steigern.

2. Besucher in Kunden umwandeln

Sofern Sie Besucher auf Ihrer Website haben, ist es Ihr grundlegendes Interesse diese in zahlende Kunden zu verwandeln. Das Ziel ist es den Besucher zunächst mit einer durchdachten Website und informativen Inhalten auf der Seite zu halten. Wenn der Besucher nicht das bekommt was er erwartet, wird er die Website schneller verlassen als Ihnen lieb ist. Im Online Marketing wird dieses Phänomen mir der Bounce Rate (Absprungrate) gemessen. Diese sollte immer möglichst gering sein.
Wir nehmen einmal an dem Besucher gefallen Ihre Inhalte und er bleibt zunächst auf der Seite: Unser nächstes Ziel ist es eine sogenannte Konversion bzw. Conversion zu erreichen. Eine Conversion bezeichnet einen Vorgang, bei dem der Besucher Ihrer Seite eine gewünschte Aktion ausführt. Dies könnte z.B. das Ausfüllen eines Kontaktformulars sein oder die Anmeldung zu Ihrem Newsletter. So würden wir es möglicherweise schaffen die Kontaktdaten Ihres Seitenbesuchers zu erhalten, um ihn nachher weiter mit Werbung oder Angeboten zu versorgen. Die Erfahrung zeigt, dass die Qualität Ihrer Inhalte maßgeblichen Einfluss darauf hat, on ein Seitenbesucher konvertiert oder nicht. Für eine gute Konversionsrate muss der zusätzliche Content natürlich so attraktiv sein, dass der Besucher gerne mit seinen Kontaktdaten „bezahlt“. Hinterlassene Kontaktdaten bezeichnet man in der Welt des Online Marketing als Leads.

3. Vom Interessent zum Käufer

Sobald ein Seitenbesucher seine persönlichen Kontaktdaten bei Ihnen hinterlässt (und sei es nur seine Mailadresse), können Sie davon ausgehen dass er ein gewisses Grundinteresse an Ihrer Marke, Ihren Services oder Ihren Produkten hat. An einem reinen Interessenten haben Sie aber noch keinen einzigen Euro verdient. Daher müssen Sie die interessierten Besucher zu einer Kaufentscheidung führen. Je nach Produkt oder Dienstleistung kann der Zeitrahmen bis hin zu einer Kaufentscheidung stark variieren. Für ein neues Buch entscheiden Sie sich im Zweifel schneller, als für den Kauf eines Autos.
Ausschlaggebend ist hier die Relevanz der Kaufentscheidung für den Kunden. Sowohl der Nutzen, als auch der Preis sind hier entscheidende Kriterien für oder gegen einen Kauf. Je höher also der erwartete Nutzen oder der Preis einer Leistung, desto intensiver wird der Kunde sich mit der Entscheidung befassen (Involvement). Wenn Sie Leistungen mit einem hohen Involvement anbieten (z.B. Luxus-Handtaschen, Fernseher etc.), müssen Sie in diese Phase der Entscheidungsfindung mehr Zeit investieren, als bei Leistungen mit Low Involvement (z.B. Haushaltsartikel).
Unabhängig davon wie sich die Kaufentscheidung gestaltet, ist es eine die Herausforderung den Interessenten über die Zeit hinweg bei der Stange zu halten. Sie müssen als mögliche Kauf-Alternative im Rennen bleiben.
Hierbei ist es besonders wichtig eine gute Balance zu finden. Zu penetrante Werbung schreckt ab, sogenannte Verfolgerkampagnen (Beispiel: Sie googlen nach einem neuen Duschkopf und haben in der Folge das Gefühl überall Werbeanzeigen zu Badartikeln zu sehen) nutzen sich schnell ab und sollten dosiert eingesetzt werden. Zu wenig Kontakt zu Ihrem Interessenten kann Sie dabei aber auch schnell in Vergessenheit geraten lassen. Die Mischung macht es.
Wer eine ausgewogene Strategie entwickelt und nicht auf die falschen Kanäle oder zu aggressive/zurückhaltende Werbeformate setzt, der wird sein Ziel erreichen: Aus einem Interessenten wird ein Käufer oder Kunde.

4. Kundenpflege

Als Unternehmer wissen Sie selbstverständlich, wie wichtig es ist bestehende Kunden zu behalten und im Idealfall zu einem Wiederkauf zu motivieren. Genau hier ist es wichtig zu verstehen dass eine langanhaltende und vitale Kundenbeziehung „am günstigsten für Ihr Unternehmen ist. Ihre Online Marketing Maßnahmen gehen nach dem Erstkauf also in die vorerst „letzte“ Runde.
Sie haben die Customer Journey werblich begleitet und so aktiv mitgestaltet. Es sollte Ihnen aufgefallen sein, dass sich die Akquise von Neukunden mitunter schwierig oder langwierig gestaltet und auch kostenintensiv sein kann. Die Lösung: Kundenbindung. Es ist in nahezu allen Fällen sinnvoller und günstiger Ihre Bestandskunden zu halten anstatt stetig neue zu gewinnen. Um Ihren hart erarbeiteten Kunden also zum „Bleiben“ zu bewegen, sollten Sie die Kundenpflege nie vernachlässigen.
Auch hier greift ein ähnliches Prinzip wie beim vorherigen Punkt. Zu viel Werbung kann Nerv tötend und abschreckend wirken. Setzen Sie neben einem guten Kundenservice besonders auf personalisierte E-Mail Kampagnen. Dort können Sie über kundenspezifische ähnliche Leistungen oder relevante Informationen informieren und so bei Ihren Kunden punkten.

Zusammenfassung

Inbound (Pull) – und Outbound (Push) Marketing definieren die Art und Weise wie Sie werben. Das Internet bietet viele verschiedene Werbeformate, -kanäle und -möglichkeiten. Eine Mischung aus Inbound- und Outbound Maßnahmen ist in vielen Fällen die perfekte Mischung für erfolgreiches Online Marketing. Wer seine Werbemaßnahmen zu aggressiv gestaltet kann Kunden verschrecken, wenn zu passiv agiert wird schnell aus dem Fokus seiner Interessenten fallen. Wer einmal einen Neukunden gewonnen hat sollte durch den dosierten Einsatz von E-Mail Marketing versuchen, seine Kunden zu Wiederkäufern zu machen und so lange an das Unternehmen zu binden.

Damit Sie als Unternehmer weiter Ihren Fokus auf Ihr Unternehmen legen können sind wir als Ihr Online Marketing Partner in Düsseldorf für Sie da. Wir bieten Ihnen umfangreiche Lösungen rund um das Thema Online Marketing. Wenn Sie also kompetente Beratung für Ihr Unternehmen benötigen stehen wir Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung. Das Prinzip haben Sie übrigens dann perfekt verstanden, wenn Sie wissen in welcher Phase unserer Online Marketing Maßnahmen wir uns befinden, wenn Sie diesen Artikel lesen. 😉

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